Marktumlage (Von der AG Strommarkt empfohlene Zahlungen je MWh erzeugtem Strom)
Marktumlage (Von der AG Strommarkt empfohlene Zahlungen/Entnahmen je MWh erzeugtem Strom)

Der Redaktion von blog.stromhaltig wurde aus dem Umfeld der Arbeisgruppe Strommarkt die Berechnung für eine sogenannte Marktumlage zugespielt. Wie aus der Kommentierung hervorgeht, schlägt die Gruppe ein Verrechnungsmodell vor: Eine Art Fonds finanzierte Umlage zu gestalten, welche die bestehenden Vermarktungsschwächen einzelner Kraftwerke bereinigen soll. Auf Basis der Daten des Vorjahres wird jeweils bis zum April eines Jahres der Satz neu berechnet, mit dem die Betreiber Gelder aus dem Fonds entnehmen – oder einzahlen müssen. Ziel des Fonds/der Umlage ist es die bislang im Stromhandel unberücksichtigten Durchleitungskosten über den freien Handel auszugleichen.

Im als Szenario 2015 bezeichneten Auszug werden 60 Kraftwerke gelistet, wobei die Anzahl der Kraftwerke die aus dem Fonds entnehmen  größer ist, als die Anzahl der Einzahler.

Gedenkstein_Gasthof_Zur_Schwarze_Pumpe

Das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe nimmt Platz 6 der unnützlichsten Kraftwerke in Deutschland ein.  In der Nähe der Stadt Spremberg gelegen  versorgt es einen angrenzenden Industriepark mit 4.500 Beschäftigten mit Strom, doch die brauchen ihn nicht.  Eine Altstadtsanierungs Gesellschaft kann kaum ein Absatzmarkt schaffen – bleibt die Papierfabrik, die bereits 2014  in der BAFA Liste vertreten gewesen ist mit privilegierten EEG Zahlungen, wodurch man sich zwar zum Teil der Bundes-Solidargemeinschaft-Stromversorgung entzieht, aber mehr für die kommunalen Steuern in Spremberg übrig bleibt.

Das sich selbst als Energieregion bezeichnende Gebiet an der Lausitz steckt in der Krise, da es zwar zu viele Kraftwerke besitzt, aber nur mit zwei Leitungen an die Verbrauchswelt angedockt ist. Im Norden geht es solide über Halle gen Westen, im Süden mit Einschränkungen via Leipzig zum Großhandels-Strommarkt.

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marktmodell

Beim Telefonat mit Gridmates, einer Lösung um Energiearmut zu bekämpfen (wurde hier berichtet), wunderte sich der Chef Dr. George Koutitas, dass in Deutschland die ärmsten den teuersten Strompreis zahlen und die reichsten keine Möglichkeit haben ihnen den Strom zu finanzieren. Es ging um die sogenannte Grundversorgung, einem Tarif in dem alle Stromkunden landen, die keine Chance haben in einen anderen Tarif zu wechseln. Fehlende Bonität, mangelndes wirtschaftliches Verständnis, oder sogar Unstimmigkeiten wer welchen Strom bei einem Mietverhältniszahlt. Die Paritätischen Wohlfahrtsverbände laufen bereits einige Jahre Sturm, wenn es um die Grundversorgung geht. Die Grundversorgung sind Sozialtarife, bei denen Mutti vorbei kommt und das Licht ausschaltet.

“Bislang haben zu wenige Versorger die stark gefallenen Großhandelspreise weitergegeben. Wir wollen die Versorger zwingen, ihre Preisgestaltung offen zu legen”, sagte Michael Fuchs (CDU), Vize-Chef der Unions-Bundestagsfraktion, der “Rheinischen Post” (Montagausgabe).

Was klingt wie die Einsicht, dass man Strom heute deutlich günstiger produzieren kann als noch vor einigen Jahren, bezieht sich auf die Grundversorgungstarife, die weit weg von Börse und Großhandel sind.

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Veröffentlicht unter Lobby.
gkm-mannheim

Jeden Tag kommt es zu kleineren oder größeren ungeplanten Nichtververfügbarkeiten im Kraftwerkspark der Stromanbieter. Wie schwerwiegend einer solchen Einspeiseunterbrechung lässt sich kaum abschätzen, da viele Rahmenparameter unbekannt sind. Mit Hilfe der Data-Cloud von blog.stromhaltig stehen nun etwa 48 Stunden nach dem Ausfall alle Daten für einen Versorgungssicherheit Nachweis bereit. In Zukunft soll ein Ampelsystem helfen sehr schnell eine Bewertung des Schweregrads vorzunehmen.

Beispiel: Grosskraftwerk Mannheim GKM - 16.04.15 07:48 – 18.04.15 00:00 – Einschränkung von 549MW

Bereits heute verwendet blog.stromhaltig  eine vollständig automatisierte Überwachung der Zuverlässigkeit des Netzbetriebes und der Stromerzeugung in Deutschland und liefert damit Marktakteuren und interessierten Bürgern Hintergrundinformationen zur Stromversorgung. Die Redaktion ist Mitglied der Transparency User Group des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber.

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