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Kampf dem Standard Lastprofil – Oder ein Problem mit Ökostrom

Bei Ökostrom denkt man an Sonne und Wind – zur Absicherung vielleicht noch etwas Wasserkraft. Tatsächlich müssen die Stromanbieter sehr viel unternehmen, damit sie Ökostrom an ihre Kunden ausliefern dürfen. Trotz Zertifikate und Labels sorgen heutige Ökostromkunden jedoch kurzfristig für einen schmutzigeren Strom der restlichen Stromkunden.

Sonne und Wind folgen keinem Standard. Dies schreit nach mehr Dynamik bei den Tarifen, oder sogar zu individuellen Tarifen, mit denen ein spezieller Verbrauch erzeugt werden kann. Verwunderlich, dass sich weder Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energy oder EWS für die Abschaffung der sogenannten Standard Lastprofile einsetzt (oder man hört einfach nichts davon?).

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Fallschirmspringen und Strommarktdesign

Mühsam quält sich die Springermaschine auf etwa 3.500 Meter Höhe. Die Nervosität steigt, denn den Springern wird klar, dass es kein Zurück mehr gibt, sobald sie die Maschine verlassen. Jetzt könnten Sie mit dem Piloten noch zurück…

Am Freitag den 30.01.2015 hat ein Privat Unternehmen den Zuschlag zur Ausschreibung I C 4 – 80 14 36/2; Projekt-Nr. 02/15 des Bundes Wirtschaftsministeriums erhalten:

“Ein Strommarkt für die Energiewende – Analyse eines effizienten Marktdesigns für die Stromversorgung mit steigenden Anteilen erneuerbarer Energien (EE) bei unsicheren Rahmenbedingungen.”

Die größte Unsicherheit bei den Rahmenbedingungen liegt dabei weniger bei den Erzeugungsarten, als bei den Einflüssen der einzelnen Marktakteure.

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Kurzmeldung: Ökostrom trägt keine Schuld an negativen Strompreisen

Wie die Agora Energiewende in einer aktuellen Studie feststellt, war die Erzeugung von Strom aus Windkraft und Photovoltaik nicht ursächlich für negative Strompreise am Spot Markt:

Der Blick auf 2013 zeigt jedoch, dass der Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung in keiner Stunde die 65 %-Marke überschritten hat – mithin die Erneuerbaren Energien nie mehr Strom produziert haben als zeitgleich verbraucht wurde. (Quelle)

Ergänzend zur Studie sollte auch festgehalten werden, dass die Preiskopplung der Strombörsen (PCR) ab dem Jahre 2014 ebenfalls dem Phänomen von negativen Strompreisen entgegenwirkt.

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Bürger müssen handeln, um Stromkostenexplosion zu verhindern.

Geht es nach dem Konzept des BDEW, PQ Energy oder des Stadtwerke-Netzwerkes Trianel, so könnte der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz bald einige Haushalte in finanzielle Schwierigkeiten bringen. In den vergangenen Jahren hatte die Anzahl der Zwangsabschaltungen bereits erschreckende Ausmaße angenommen.

postkarte_nervtDas die Kanzlerin dabei eher die Unternehmen im Blick hat, wurde in der Diskussion um Pre-Paid-Tarife gezeigt. Nach dem Motto, lieber die Wähler im dunklen sitzen lassen, als ein Gewinneinbruch, wurden die Weichen  für eine größtmögliche Abschöpfung des Haushaltseinkommens gestellt.

In Großbritannien hatte im vergangenen Jahr eine ähnliche Diskussion dazu geführt, dass nun feststeht: 100€ müssen die Bürger jährlich mehr zahlen. Aus dem Bereich des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) ist zu hören, dass man in Deutschland eher bei 120€ und mehr rechnen müsste.

postkarte_preisMit dem Hybridstrommarkt gibt es eine echte Kostenbremse für den Strompreis. Bürger können heute den Strompreis von morgen bestimmen, durch ihre Einreichungen beim Bundes-Wirtschaftsministerium.  Leider schließt sich in 4 Wochen das Zeitfenster, in dem noch eine Eingabe möglich ist.

Wenig Aufwand ist notwendig…

Am wichtigsten ist aber:
Jetzt Gedanken machen! Jetzt darüber reden!

Damit der Strom der aus der Steckdose kommt ein bisschen nachhaltiger ist.