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Karte - Unternehmen mit EEG Privileg 2015
Karte – Unternehmen mit EEG Privileg 2015

Auch in diesem Jahr darf die Karte mit Unternehmen, die unter die sogenannte “Besondere Ausgleichsregelung §§ 63 ff. EEG” (kurz BesAr) fallen nicht fehlen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich nach der Neuregelung am 21. Juli 2014 einige Änderungen ergeben. Die Liste der Unternehmen ist für eigene Auswertungen wieder als Google Fusion Tabelle verfügbar.

Die Interaktive Grafik zum stöbern, zoomen und erforschen, gibt es als Google-Maps Layer.

 

energieforschung

Vor einigen Tagen hatte Dr. Klaus-Dieter Humpich im Satieremagazin Die Freie Welt einen Beitrag zur Netzintegration des Stroms aus Windkraft veröffentlicht. Viel Text kombiniert mit Vereinfachung und wenig Zahlen, machen es dem Leser schwer den Wechsel zwischen den verschiedenen Stilmitteln der Satire zu erkennen (vergl. Aufbau einer Satire bei Magic-Point).

Selbst ist der Forscher, wenn er zum Beispiel eine Datenbank mit den Betriebszuständen des Stromnetzes verwendet. In einer Datenbank mit Stunden Szenarien werden alle relevanten Werte des Stromnetzes für jede Stunde festgehalten und können zur Überprüfung von Hypothesen verwendet werden. Kommt es zu mehr Redispatches bei starker Windkraft-Einspeisung? Wird auf Reservekraftwerke zurückgegriffen in einer Flautenacht?

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Im Smart-Grid von heute wechseln sich Zeiten von relativ günstigem Stromangebot und relativ hohem Stromangebot im Tagesverlauf ab.  Je nach Ausbaustand von Photovoltaik und Windkraft kann dies für manches Verteilnetz zur Herausforderung werden. Das Institut Acror Pilum bietet mit PROSUME das erste System zur Verarbeitung lokaler Faktoren in einem Massenmarkt. Über Cashback oder Punktesysteme wird für den Letztverbraucher ein Anreizsystem geschaffen den Lastgang an die Erzeugung anzupassen. PROSUME basiert auf einer sicheren Webschnittstelle zur einfachen Integration in bestehende IT-Lösungen der Energiewirtschaft.

Der am Montag vorgestellte PROSUME-Demonstrator zeigt, wie einfach es ist Optionen zur Flexibilisierung zu schaffen.

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volk

Um 11 Uhr geht es los mit dem Bürgerdialog Stromnetz es geht um den Netzausbau. Doch geht es um den Ausbau von Erneuerbaren, oder geht es um die Zukunftssicherung Braunkohle? Bei einem Blick auf die Redispatches (Karte) könnte man den Eindruck bekommen, dass hier über verschiedene Probleme zur gleichen Zeit diskutiert wird. Mehr Dynamik bei Erzeugung und Verbrauch, ist die große Alternative zum teuren Ausbau der Netze. Lokale Engpässe vermeiden, indem entsprechende Signale gesendet (und empfangen) werden können. Leider wird zu oft auf den Börsenhandel geschaut, so zum Beispiel bei der Modellstadt Mannheim – doch dynamische Tarife über einen europäischen Handel fördern weitere Engpässe und damit die Redispatches.

blog.stromhaltig empfiehlt die Verwendung des Grünstromindex welcher das lokale Dargebot der kommenden 36 Stunden ermittelt und daraus eine automatisierte Stromnutzungsempfehlung ausgibt. Der Grünstromindex kann mit geringem Aufwand in DSL-Router, Heimautomatisierungen und Ladestationen integriert werden. Jedes Gerät mit Internetzugang kann mit diesem Werkzeug auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Stromnetzes hören und reagieren.

netzreserve

Das aktuelle  System der Stromversorgung ist in die Jahre gekommen. Aus der einstigen Daseinsvorsorge in der staatlichen Grundversorgung ist ein marktwirtschaftlich orientiertes Stückwerk geworden, welches spätestens bei der Frage der Nachhaltigkeit an seine ideologischen Grenzen stößt. Von Planwirtschaftlichen Strukturen einiger weniger Marktakteure unter dem Dach der politischen Duldung ist ein Haifischbecken in kapitalistischer Manier entstanden. Doch Kapitalismus selbst bringt das System zu Fall, denn er setzt die Knappheit eines Gutes von Begehr voraus, um überhaupt zu funktionieren. Zuviel und keiner will – zuwenig und es muss doch noch genug vorhanden sein. In diesem Dilemma ist die Bundespolitik gefangen.

Mit dem Gürtel zum Hosenträger macht sich die Politik angreifbar, denn keiner weiß, wie viel (elektrische) Last der Gürtel eigentlich tragen soll. Szenarien im Kapitalismus setzen voraus, dass man beide Extremas denken darf und muss, zu große Knappheit – aber auch zu geringe Verknappung. Puffer oder Absicherung, die außerhalb des Systems entstehen, machen die Verantwortlichen erpressbar und zum Spielball außerparlamentarischer Interessen.